Orientierungswerte aus der Praxis
Basis: Seilaufzug 630 kg, sechs Haltestellen, Wohngebäude, Stand Oktober 2026, netto, ohne Baunebenkosten, Schadstoffsanierung und Schachtanpassung.
- Steuerung mit Schachtkopierung und Tableaus20.000 bis 40.000 €
- Antrieb getriebelos mit Frequenzumrichter und Seilen20.000 bis 38.000 €
- Schachttüren je Haltestelle4.000 bis 9.000 €
- Kabinentüren als Nachrüstung8.000 bis 16.000 €
- Kabine12.000 bis 30.000 €
- Notrufsystem2.000 bis 4.000 €
- Vollmodernisierung90.000 bis 180.000 €
- Ersatzneubau im Bestandsschacht110.000 bis 190.000 €
Abweichungen von 30 Prozent nach oben oder unten sind objektabhängig normal – für Ihr Objekt braucht es eine eigene Kalkulation.
Was das Budget nach oben treibt
Baunebenkosten von 10 bis 20 Prozent:
- Elektrozuleitung und Hauptschalter
- Gerüst
- Staubschutz
- Entsorgung
- Brandschutz
- Barrierefreiheit nach EN 81-70
- Schadstoffverdacht (Asbest in Bremsbelägen und Dichtungen)
- beim Ersatzneubau enge Schachtmaße (EN 81-21 für neue Aufzüge in bestehenden Gebäuden mit geringen Kopf- oder Grubenmaßen)
- die ZÜS-Prüfung nach der Änderung
- Preisgleitklauseln
Und die Stillstandszeit: sechs bis zwölf Wochen sind für Bewohner das eigentliche Thema.
Was das Budget senkt
Ein klares Leistungsverzeichnis, erforderliche Leistungen getrennt von Wünschen, vergleichbare Angebote von drei Anbietern, Teilmodernisierung in Stufen, wenn der Zustand es zulässt, realistische Ausführungszeiten.
Modernisierung oder Reparatur?
Entscheidend sind Störungshistorie, Ersatzteilverfügbarkeit und Restnutzungsdauer. Die Bestandsbewertung nach DIN EN 81-80 ordnet die Gefährdungen am Altbestand nach Risiko; in meiner eigenen Auswertung teile ich die Maßnahmen in sicherheitsrelevant, empfohlen und optional ein – statt einer Wunschliste des Herstellers.
- Bestandsanlage nach DIN EN 81-80 bewerten, Ortstermin und Bericht1.773,10 € inkl. USt1.490 € netto
Das Festpreisangebot weist enthaltene Reisekosten und möglichen Zusatzaufwand eindeutig aus. Alle Honorare
Selbstcheck: Bestandsanlage einordnen
Acht Fragen aus der Bestandsanalyse. Der Selbstcheck ist eine technische Orientierung aus Ihren eigenen Angaben – keine Prüfung der Anlage und keine rechtliche Bewertung. Prüfungen nach Betriebssicherheitsverordnung bleiben bei der ZÜS.
Bisher spricht keine Ihrer Antworten für eine Bestandsanalyse.
Vom Leistungsverzeichnis bis zur Abnahme
Auf Wunsch übernehme ich die ganze Strecke: Fachplanung, Leistungsverzeichnis, Vergabe, Objektüberwachung und Mitwirkung bei der Abnahme – herstellerunabhängig und ohne Provisionen. Bei Angeboten oder Anlagen meines früheren Arbeitgebers lege ich die Vorbefassung vor Auftragsannahme offen. Tragwerks-, Brandschutz- und Elektroplanung bleiben bei den jeweiligen Fachplanern.
Stand Oktober 2026. Allgemeine fachliche Einordnung, keine Rechts- oder Steuerberatung und kein Ersatz für die Prüfung im Einzelfall.
